Meggis Ostergeschichte.

Ostersamstag waren meine Eltern und ich damit beschäftigt die Eier für das Osternest bunt zu färben. Früher gab es keine gefärbten Eier zu kaufen. Am Ostersonntag mußten wohl meine Eltern früh aufgestanden sein, um die süßen Leckereien und Ostereier zu verstecken. Als ich dann aufstand, sah ich schon in einigen Ecken etwas blitzen. Die Suche begann. Bei schönem Wetter wurde im Garten die Suche fortgesetzt. Was natürlich noch mehr Spaß machte. Manchmal war es auch sehr schwierig die Verstecke zu finden. Meine Eltern waren da sehr einfallsreich. Gott sei Dank wurde alles gefunden, manchmal auch mit deren Hilfe. 

Mein Osterkorb war prall gefüllt mit vielen Leckereien. Es gab früher nur Süsses zu Ostern. Kleine Geschenke wie es heute so üblich ist, gab es zu meiner Zeit nicht. Nachdem ausgiebig gefrühstückt wurde, machten wir uns dann auf dem Weg zu meinen Großeltern. Das waren die Eltern meiner Mutter. (Die Eltern meines Vaters lebten schon lange nicht mehr). Da der Weg doch ziemlich weit war, fuhren wir mit dem Bus zu ihnen.

Meine Großeltern wohnten am Wald. Vor dem Haus war ein kleiner Weg und der führte direkt in den Wald. Schöne Verstecke für Ostern! Und das wurde auch ausgenutzt. Nach dem Mittagessen machten mein Vater, Großvater und ich einen Spaziergang. Mein Großvater versteckte die süßen Leckereien im Gras, wie er das immer gemacht hat, daß ich es vorher nicht bemerkt habe, ist mir bis heute schleierhaft. Ich höre heute noch seine Worte: Schau mal, was liegt denn da, du mußt auch gucken und nicht vorbeigehen! Zum Schluß hatte ich ganz schön zu tragen.

Als wir am Abend wieder zu Hause waren, fiel ich todmüde ins Bett. Es war doch sehr anstrengend für mich, die ganze Sucherei am Tag. Spaß hat es aber trotzdem gemacht. Ich glaube meine Eltern waren auch froh, daß der Tag nun endlich vorbei war.

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