Osternacht.

Die Osternacht, die Nacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag, ist im Liturgischen Jahr die „Nacht der Nächte“: eine Nacht des Wachens und Betens zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit an den Durchgang vom Tod ins Leben. In den Kirchen Mitteleuropas wird der Karsamstag still begangen, mündet aber in den feierlichen Gottesdienst der Osternacht. Die liturgische Feier der hochheiligen Osternacht beginnt entweder am Vorabend frühestens nach Sonnenuntergang oder in der Frühe des Ostermorgens zwischen 4:00 und 6:00 Uhr vor der Morgendämmerung. Auf den Lese- und Gebetsgottesdienst folgen die Taufliturgie bzw. das Taufgedächtnis und die Feier der Eucharistie, der ein gemeinsames, festliches Frühstück (in Analogie zur frühchristlichen Agape) folgen kann.

Daneben gibt es auch die Form der „Vollvigil“, bei der am Anfang der Nacht die Lichtfeier steht, über die Nacht die Lesungen mit ihren Antwortgesängen und Orationen mit langen Zeiten der Stille erfolgen und gegen Morgen die Feier mit dem Gloria fortgesetzt wird. In diesem Fall wird sich die feiernde Gemeinde zu Beginn komplett versammeln, während der Lesungen in „Schichten“ anwesend sein und dann zum Gloria wieder vollständig weiterfeiern. Mit dieser Form der Vollvigil hat die Lichtfeier ihren sinnvollen Platz am Beginn der Nacht, die Lesungen während der Nacht gestalten die Zeit des Wartens, und die gemeinsame Feier von Gloria, Osterlesungen, Taufe und Eucharistiefeier im Morgengrauen berücksichtigen die Zeitangaben der Osterevangelien.

 Aus Wikipedia: Artikel Osternacht abgerufen am 20.10.2013. Der Text steht unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0

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